denkanstoß #1 - technik im rap

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yuri
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denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon yuri » 05.09.2014, 23:53

komm wir bringen wieder ein wenig licht ins dunkle, mit 'n paar kleinen,
rapphilosophischen talks... gib einfach jeder seinen senf dazu, der auch
was dazu sagen will.

als vorschlag für ne erste runde n thema, dass mir schon seit geraumer
zeit aufn senkel geht... der begriff technik im rap.
sollte ja bereits jedem aufgefallen sein, dass seit diesem jbb, rap nurnoch
stark runtergebrochen wird, auf punchlines, flow und reime (?!) dabei halte
ich diesen von ihm so stark begrenzten begriff der technik für viel breit-
flächiger als es der allgemeinheit bekannt ist.

wenn ich mal unter nem morlokk&hiob track die technik beider lobe, wird
inner zeile drunter schnell mal über reimsilbenzahlen und ihre sauberkeit
diskutiert, dabei heißt technik doch im grunde die umsetzung einer sogenannten
punchline-idee in eine zeile, sprich wie gut man eine idee rüberbringt, sprich
das feeling der line, wie sie über die lippen geht, ihre formulierung.. und und und


sollte als kleiner denkanstoß reichen. dann lasset uns mal hinter den begriff
technik blicken......
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon Andthei » 19.09.2014, 15:45

ich komm vorbei und fick die party
denn ich und rap sind eins sowie azad und karl kani

Whitie
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon Whitie » 12.10.2014, 01:01

haha hier ne diskussion starten... aber ich versuchs mal.

soweit ich verstanden habe, umfasst technik eigentlich alle sprachlichen stilmittel, die auf das klangbild abzielen. das heißt, sowas wie alliterationen, allgemein assonanzen (nicht nur im reim), aber auch zb ob man eher harte oder weiche konsonanten benutzt, gehören genauso wie reime zur technik, aber spielen bei textbattles (wie lesefluss auch) ne relativ untergeordnete rolle, weil man einen bloßen text eben nicht hört. streng genommen umfasst die technik weder flow noch formulierungen, was sich aber nicht wirklich getrennt betrachten lässt. jeder kann vielsilbig bullshit reimen... und bei rapbattles hilft selbst der beste reim nix, wenn du ihn nicht onbeat gerappt kriegst. julien scheint das erkannt zu haben, er will den technikpunkt ja abschaffen. generell is technik schon wichtig, grade in bloßen texten. denn wie jeder vielsilbig bullshit reimen kann, so kann auch (so gut wie) jeder wack gereimt coole sachen erzählen. technik setzt betonungen und pointierungen. technik ist cool.

ja das wären so meine 2 cents, hab sicher was vergessen und wieder zuviel gelabert, aber fuck it.
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yuri
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon yuri » 12.10.2014, 12:50

Whitie hat geschrieben:haha hier ne diskussion starten... aber ich versuchs mal.

soweit ich verstanden habe, umfasst technik eigentlich alle sprachlichen stilmittel, die auf das klangbild abzielen. das heißt, sowas wie alliterationen, allgemein assonanzen (nicht nur im reim), aber auch zb ob man eher harte oder weiche konsonanten benutzt, gehören genauso wie reime zur technik, aber spielen bei textbattles (wie lesefluss auch) ne relativ untergeordnete rolle, weil man einen bloßen text eben nicht hört. streng genommen umfasst die technik weder flow noch formulierungen, was sich aber nicht wirklich getrennt betrachten lässt. jeder kann vielsilbig bullshit reimen... und bei rapbattles hilft selbst der beste reim nix, wenn du ihn nicht onbeat gerappt kriegst. julien scheint das erkannt zu haben, er will den technikpunkt ja abschaffen. generell is technik schon wichtig, grade in bloßen texten. denn wie jeder vielsilbig bullshit reimen kann, so kann auch (so gut wie) jeder wack gereimt coole sachen erzählen. technik setzt betonungen und pointierungen. technik ist cool.

ja das wären so meine 2 cents, hab sicher was vergessen und wieder zuviel gelabert, aber fuck it.



na wenigstens einer. ich seh des etwas anders als du... unter technik fällt für mich die struktur einer line, wenn man so will die sprachliche qualität. klar kann jeder nen witz erzählen.. aber je besser der ausformuliert ist, desto geiler kommt er an. genauso beim rap... auf ne idee kommt jeder, aber zu lernen diese umzusetzen erfordert... na? gewisse skills, also ne gute technik.

ich würd dazu nicht nur lyirsche mittel zählen, sondern auch semantik, satzbau, wortklänge etc... so ziemlich alles was man unterscheiden kann wenn zwei leute dieselbe idee anders umgesetzt haben.
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon Whitie » 12.10.2014, 14:03

naja das is ne definitionssache... ich hab meine technikdefinition so ziemlich von nem azadinterview mit toxik. natürlich kannst du auch die komplette umsetzung einer line als technik bezeichnen, aber das is ja dann nicht mehr hilfreich zur kategorisierung... aber wie auch immer, das is nichts, worüber man groß diskutieren muss.
damit das hier nicht nach 3 beiträgen abgehandelt is, sag doch mal den technisch besten text, den du kennst, und warum du den so gut findest.
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon Hisoka » 12.10.2014, 18:30

mois, habt ihr da die lesebrille aufgesetzt und in eurem rap-lexikon nachgeschlagen?
einfach ma die guten alten rocco-texte lesen, da brauch man auch nich großartich seine zeit mit so humbug verschwenden

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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon yuri » 12.10.2014, 18:38

Hisoka hat geschrieben:mois, habt ihr da die lesebrille aufgesetzt und in eurem rap-lexikon nachgeschlagen?
einfach ma die guten alten rocco-texte lesen, da brauch man auch nich großartich seine zeit mit so humbug verschwenden


kannst einem neuling doch kein fehlendes fachwissen über die deutsche typerschaftsliteratur vorwerfen.. ich mach mich die tage auf meine wissenslücken zu schließen
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon Whitie » 12.10.2014, 18:39

ja für typing is das ausreichend, haste vollkommen recht. aber ich glaub der yuri hat da auch audiosachen im blick...

e. fckn crossposts ey
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Re: denkanstoß #1 - technik im rap

Beitragvon limitderboss » 19.10.2014, 19:26

komm, sind wa ma srs hier
typing ist halt ehrlich ziemlich klar definiert was da letztlich stark ist und was nicht, dadurch dass es schon so ausgelutscht ist kommts zu 90% auf einzigartigkeit bzw neue dinge an

audio lässt sich doch durch acht millionen dinge beeinflussen.. selbst die qualli eines tracks kann letztlich dafür sorgen dass er gut scheiße oder ''oldschool'' wirkt
wenn man versucht das ganze theoretisch zu betrachten macht man sowieso einen fehler

undi ch hab ne facharbeit über rap geschrieben, ich muss es wissen hehe


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